Seit wann gibt es Piercing´s Wie alt muss ich sein? Schießen oder Stechen
Material Ersteinsatz Titan Teflon-PTFE Gold Schmuckvorbereitung
Stärke des Ersteinsatzes Abheilzeiten im Falle einer Infektion Ärtze&Piercing
fähiger Piercer? Piercings sauber halten Alkohol, Hydrogen Peroxide & Salben?
Piercing entfernen Klemmkugelringe (BCR) öffnen Dehnen ab wann?
Seit wann
gibt es Body-Piercing?
Seitdem es Menschen gibt, versuchen diese ihren Körper mit den
unterschiedlichsten Methoden zu verschönern. Die entsprechende Form der
Körperveränderungen ist immer von der gesellschaftlichen Akzeptanz abhängig.
Also, seit wann sind bei uns Piercings in Mode? Angefangen hat es in den späten
70ern mit der Punkszene Körperschmuck, damals noch bevorzugt Sicherheitsnadeln
durch Wangen und Ohren gestochen, das sollte schocken und aus der Masse
hervorheben. Kommerzialisiert wurde Piercing dann Anfang der 90er durch
Modemacher wie zum Beispiel Jean Paul Gaultier. Seitdem ist es hipp sich stechen
zu lassen.
Ab wann kann ich mich piercen
lassen?
Es gibt leider keine genaue gesetzliche Richtlinie darüber, ab welchem Alter man
sich piercen lassen kann, aber es sollte bei Euch schon genug Bewusstsein
darüber vorhanden sein, dass Ihr einen Eingriff in Euren Körper vornehmen lasst.
Verantwortliche Piercer behandeln deshalb erst Kunden ab dem 14. Lebensjahr mit
Beisein der Eltern. Andere solltet Ihr gar nicht aufsuchen.
Die Frage lässt sich
einfach beantworten. Stechen ist in mehrfacher Hinsicht extrem besser und in
jedem Fall der Vorzug zu geben. Schießen mit der Ohrlochpistole ist eine Methode
vergangener Zeiten, die leider heutzutage immer noch in vielen
Juweliergeschäften und sogar Piercingstudios angewendet wird. Durch das Schießen
mit den dabei verwendeten, sehr stumpfen Ohrsteckern wird das Hautgewebe
regelrecht zerfetzt, was erstens schmerzhafter ist als der Schmerz beim Stechen
mit den speziellen Nadeln. Und zum anderen heilt das Hautgewebe, welches mit der
Nadel sauber durchtrennt wurde, bedeutend schneller. Des weiteren lassen die
hygienischen Voraussetzungen bei der Verwendung der Ohrlochpistole sehr zu
wünschen übrig:
- die Ohrlochpistole kann nicht ordnungsgemäß sterilisiert werden und zur Folge
können Krankheitserreger und sogar HIV übertragen werden
- die zur Anwendung kommenden Ohrstecker sind zwar steril verpackt, aber sobald
sie mit der Pistole in Kontakt kommen, ist es vorbei mit der Sterilität
- die Ohrstecker für die Ohrlochpistole haben eine Einheitsgröße und können
dadurch nicht individuell angepasst werden, also wenn jemand von vornherein
etwas dickere Ohrläppchen beisitzt und diese noch etwas anschwellen, sitzen sie
auf jeden Fall viel zu eng
- eine ordentliche hygienische Nachbehandlung bis zur vollständigen Heilung ist
bei diesen Ohrsteckern nicht gegeben
Als Alternative zum Stechen gibt es nur noch das so genannte Punchen (Stanzen),
was aber nur von sehr wenigen Piercern angeboten wird. Die Anwendung beschränkt
sich meistens auf die so genannten Ohrknorpel-Piercings.
Welche Art Schmuck sollte ich benutzen?
Grundsatz ist die Einhaltung der
EU-Nickel-Richtlinien, sowie anderer wichtiger Eigenschaften.
Der für Body-Piercings verwandte Schmuck sollte hypo-allergen sein und von der
richtigen Dicke. Hypo-Allergen-Schmuck besteht aus Titan. In unseren Studios
verwenden wir nur Titan, Teflon & auf Wunsch Gold als Ersteinsatz.
Titan spielt auf dem Piercing-Schmuck-Markt eine entscheidende Rolle. Aufgrund von drei Hauptcharakteristika löst Titan mehr und mehr rostfreien Edelstahl als meistverlangtes Metall in der Piercing-Industrie ab: Es ist um die Hälfte leichter, es kann anodisiert werden ( bietet also ein breites Spektrum an Oberflächenfarben), und es ist nickelfrei.
In der Tabelle der Elemente findet man Titan unter der Nummer 22, das chemische Kürzel ist Ti. Der Titanschmuck den wir verwenden besteht aus einer hochwertigen Titanlegierung mit der Bezeichnung: Ti6AL 4V Eli (grade 23 surgical titanium), diese Qualität entspricht dem internationalen Standard für Implantationszwecke. Weitere Anerkennung findet diese Legierung zum Beispiel auch bei der in den USA ansässigen ASTM. Herzklappen und Herzschrittmacher werden aus Titan 23 hergestellt. Im Moment existiert kein höherer Standard als dieser.
Titan rangiert unter den fünf körperverträglichsten Elementen, die anderen vier sind: Niobium, Zirconium, Tantalum und Platinum. G 23 Titan ist nur halb so schwer wie Niobium und erheblich härter.
Die verschiedenen Legierungen des Titans haben aber trotzdem unterschiedliche Eigenschaften. So wird Titan, wie es für die Stomatologie verwendet wird, nicht für Piercing-Schmuck benützt, denn der zahnmedizinische Standard kann nicht ohne weiteres für den Körpereindringenden Einsatz übernommen werden.
Grad 23 Titan ist ein spezialchirurgischer Titan-Grad mit einzigartiger Mikrofeinstruktur und wird weltweit millionenfach in körperinternen medizinischen Geräten eingesetzt.
In klinischen Studien mit menschlichen Blutmonozyten wurde gezeigt, das Grad 23 Titan-Partikel nicht toxisch sind. Weiterhin ist das Legierungselement Vanadium in der Oberflächen-Oxydschicht nicht vorhanden. Grad 23 Titan besitzt eine enorme Formbeständigkeit. Es hat eine höhere Korrosionsresistenz als rostfreier Stahl.
Grad 23 Titan ist eine fortschrittliche und hochwertige Titanlegierung, mit Materialkosten bis zu 100% höher als die von kommerziellen Titanlegierungen (Grade 1-4).
Von der Vereinigung Professioneller Piercer Amerikas wurde Grad 23 Titan als das Material eingestuft, welches für den Ersteinsatz beim Piercen geeignet ist.
Polytetrafluorethylen PTFE ist ein erstaunlich inaktives Material mit einer exzellenten Biokompatibilität. PTFE wird weder von Lösungsmitteln noch von anderen aggressiven Chemikalien angegriffen. Es zeigt nach Kontakt mit den meisten Chemikalien keinerlei Veränderungen. Seine Oberfläche ist so glatt und gleitfähig, dass kaum eine Fremdsubstanz daran haften bleibt. PTFE ist flexibel, leichtgewichtig und lässt keine Entzündungen entstehen. Damit ist es ideal für den Ersteinsatz geeignet.
Der Kunststoff Teflon(PFTE) wurde von der Nasa entwickelt. Chirurgen haben vor etwa 5 Jahren entdeckt, das dieses Material hervorragende Eigenschaften besitzt. An erster Stelle für Allergiker. Es ist biokompatibel - das heißt, es ist nicht möglich, dass der Körper allergisch darauf reagiert. Die Oberfläche ist extrem glatt, so dass Bakterien entschieden weniger Platz finden, sich einzunisten. In der Medizin wird es für künstliche Gelenke und Implantate verwendet.
Für das Piercing ergeben sich demnach folgende Vorteile:
Keine allergische Reaktionen
schnellere Abheilzeit
kein innerer Druck auf den Stichkanal
Im alltäglichen Umgang mit unseren Kunden erleben wir durch Gespräche, dass jede Menge Halbwissen über dieses Material im Umlauf ist. So wird es zum Beispiel als "billiges Plaste" abgetan, und demzufolge herrscht immer noch (zu Unrecht) eine starke Abneigung gegen Teflon.
Wichtig ist hierbei auch zu wissen, dass die Zahl der Metallallergiker in den letzten Jahren rapide zugenommen hat. Für die Verwendung von verschiedenen Metallen mit hohem Nickelgehalt wurden Verordnungen herausgegeben, was im Klartext bedeutet, das zum Beispiel Chirurgenstahl für das Erstpiercing laut Nickelverordnung nicht mehr zulässig ist.
Kann ich
beim ersten Piercing Gold verwenden?
Gold (14 kt) wird für Erst-Piercings nicht empfohlen, weil es gewisse andere
Metalle enthält, um es schmiedbar zu machen, unter anderem Zink, Zinn, Nickel
und Blei, sowie etwa 30% andere Metalle. 750er (18 kt) Gold ist aber möglich.
Jeder Piercing-Schmuck muss vor dem Einsetzen in den Körper steril sein. Das bedeutet, dass sämtlicher Schmuck zuerst für 15 Minuten im Ultraschallbad kaltsterilisiert wird. Danach wird der Schmuck in Folie eingeschweißt und kommt in den Autoclaven. Die Temperatur im Autoclaven beträgt 134° C bei einem Druck von 2,2 Bar.
Es besteht auch die Möglichkeit den Schmuck in einem Heißluft - Sterilisator zu sterilisieren.
Hier wird der Schmuck in Folie eingeschweißt und bei 180°C ca. 60 min. sterilisiert.
Nun ist der Schmuck frei von allen Viren und Bakterien, und damit ist jede Infektion ausgeschlossen.
Der dünnste Schmuck besteht aus einer Drahtstärke von 1,0 bzw. 1,2mm. Diese dünnen Materialstärken (von Kennern scherzhaft auch als "Käseschneider" bezeichnet) verlieren immer mehr an Bedeutung und werden höchstens noch bei Augenbrauen und Nasenflügeln oder bei geschossenen Ohrlöchern (darauf gehen wir später gesondert ein) verwendet. Im Laufe der letzten Jahre hat sich eine Materialstärke von 1,6mm - man kann schon fast sagen als Standard für fast alle Piercingarten entwickelt Im Intimbereich auch oft 2,0 oder 2,4mm.
Die Dauer der Heilungsphase ist sehr unterschiedlich und reicht von 2-3 Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Sogar ein halbes bis ganzes Jahr sind beispielsweise bei Ampallang oder Apadravya durchaus realistisch. Der Verlauf und die Dauer eines Piercings ist von mehreren Umständen abhängig (welches Körperteil wird gepierct?; wie stark wird das Piercing strapaziert?; hygienische Bedingungen während und nach dem Piercen etc.). Nähere Angaben zu den Abheilzeiten siehe unter den einzelnen Piercingarten. Sie gelten jedoch nur unter optimalen Bedingungen - also optimale Pflege (siehe Pflegeanleitung) und keine auftretenden Komplikationen.
Wie halte ich meine
Piercing sauber?
Piercings am oder im Mund sollten mit Octenisept behandelt werden und nach jeder
Mahlzeit sollte mit Kamillentee gespült werden. Andere Piercings sollten zweimal
täglich gesäubert werden, mit einem in Wasser getränkten Q-Tip und danach mit
Octenisept gepflegt werden. Weitere Fragen beantworten wir Euch gern vor Ort in
unserem Studio.
Wie wärs mit Alkohol, Hydrogen Peroxide oder antibiotische Salben?
Wir fanden, dass Alkohol die Wunde oft zu sehr austrocknet und Hydrogen Peroxide
enthält ein ätzendes Element, dass an dem neuen, sich bildenden Gewebe nagt. Der
Gebrauch von Salben sollte vermieden werden, da fast alle Salben sollte
vermieden werden, da fast alle Salben Öle als Grundlage haben. Die Salben
umhüllen die Piercing-Wunde, lassen sie feucht bleiben (wobei das Piercing weich
bleibt) und schließen Bakterien ein, durch die die Stelle zur Infektionsquelle
wird.
Was kann ich
im Falle einer Infektion machen?
In jedem Fall wendet Euch vertrauensvoll an Euer Piercing Studio. Das schlimmste
wäre aber den Schmuck zu entfernen. Wurde der richtige Schmuck verwendet, ist
dieser in den seltensten Fällen Auslöser für eine Infektion. Bei Entfernung des
Schmuckes würde sich der Stichkanal schließen und die Bakterien gefangen halten.
Sollte die Infektion nicht abheilen, empfehlen wir ärztliche Behandlung, da die
Anwendung von Antibiotika notwendig sein könnte.
Was passiert, wenn
ich ein gewisses Piercing nicht mehr
haben möchte?
Sollte ein gewisses Piercing nicht mehr erwünscht sein, kann der Schmuck einfach
entfernt (vorausgesetzt, dass die Stelle nicht entzündet ist) und das Loch wird
sich in der Regel schließen. Die Dauer des Schließungsprozesses hängt natürlich
von der Größe des Piercings ab. Die meisten Piercings sind nach dem Schließen
nicht mehr bemerkbar. Schlimmstenfalls sieht es aus wie eine Aknenarbe (eine
kleine Unebenheit in der Haut).
Piercen auch Ärzte?
Leider ja. Ich will ja nicht abstreiten, dass es auch Ärzte gibt, die etwas vom
Piercen verstehen Für die meisten ist Piercing jedoch nur ein schnelles Zubrot
und so sehen die Piercings auch aus (schräg, schief und eventuell nicht tief
genug). Dazu kommt, dass kein Arzt Schmuckfragen beantworten kann oder diesen
vorrätig hat. Er kann sich für Euch auch nicht die Zeit nehmen, vernünftig zu
beraten, da ja schon die "richtigen" Patienten warten. Oft wird der Schmuck, den
Ihr mitbringen müsst, auch nicht sterilisiert, sondern nur kurz in so genannter
Kaltsterillisation eingelegt. Dabei werden aber z. B. Hepatitisviren nicht
abgetötet. Einige Ärzte arbeiten auch mit einer Localanästhesie und deshalb
wollen gerade viele junge Mädchen sich von einem Arzt piercen lassen. Haltet Ihr
es für sinnvoll Euch dreimal in den Bauch stechen zu lassen, um den vierten
Stich, das eigentliche Piercing nicht mehr zu spüren?
Wie finde ich einen fähigen Piercer?
Einen fähigen Piercer zu finden, ist nicht immer einfach, da es so viele so
genannte "professionelle" Piercer gibt, die bei den Leuten, an denen sie
arbeiten eine Menge Schaden anrichten können: von Mangel an Wissen, wie man
richtig pierct, und das Benutzen von Ohrknarren handhabt. Diese "Piercer" sind
nur wegen der Knete dabei und sollten auf jeden Fall gemieden werden. Bei der
Auswahl eines professionellen Piercers, sollten gewisse Maßnahmen nicht
übersehen werden:
Das Wichtigste ist immer die Reinlichkeitspflege. Ebenso wie ein Arzt oder
Zahnarzt Sterilität garantiert, so sollte sie auch von einem professionellen
Piercer gewährt werden können. Es sollte eine gewisse Schmuckauswahl vorhanden
sein. Die Räumlichkeiten sollten einen sterilen Eindruck machen. Der Piercer
sollte sich in seinem Fach natürlich auskennen. Der Piercer muss OP-Handschuhe
verwenden. Nadeln dürfen nur einmal verwendet werden und müssen sterilisiert
sein. Schmuck und Nadeln müssen von der selben Stärke sein. Die zu piercende
Stelle ist vorher mit einer Hautdesinfektionslösung zu behandeln. Anleitung zur
Pflege ist Euch mündlich und schriftlich zu geben. Mit dem Piercer solltet Ihr
Euch gut verstehen und ihm vertrauen. Der Piercer sollte auch außerhalb der
Geschäftszeit erreichbar sein.
BCR's (Ball Closure
Ring), also Klemmkugelringe öffnet man am einfachsten und schonendsten (in Bezug
auf zerkratzen der Oberfläche) mit einer speziellen Ringöffnungszange.
Alternativ kann man eine so genannte Sprengringzange aus dem Baumarkt dazu
zweckentfremden, wobei es allerdings hierbei leicht zur Oberflächenbeschädigung
der Ringe kommen kann, für die wir keinerlei Haftung übernehmen. Bei letzter
Variante ist auf jeden Fall ein zusätzlicher Schutz vor Beschädigung
unumgänglich.
Das Dehnen eines Piercings sollte im Normalfall erst bei einem gut abgeheilten Piercing erfolgen. Es gibt seltene Ausnahmen, die ein früheres Dehnen sinnvoll machen. Zum Beispiel, wenn es sich bei einem schlecht heilenden Piercing zu deren Gunsten auswirkt und durch das frühzeitige Dehnen die Heilung angeregt wird. Das ist aber im Einzelfall von erfahrenem Piercerpersonal zu entscheiden. Man sollte sich ruhig etwas Zeit für das Dehnen lassen und dann auch immer nur in kleinen Schritten dehnen (jeweils immer nur von einer Materialstärke zur nächst höheren). Zwischen zwei Dehnungen sollte immer genug Zeit verbleiben (mehrere Wochen), damit sich das Gewebe um den Stichkanal herum und auch der Stichkanal selbst genügend Zeit zum Anpassen hat. Ein zu schnelles Dehnen fördert auch die Migration (Herauswachsen) - besonders bei den sowieso schon gefährdeten Piercingarten, wie bei Pubic und ähnliche. Bei zu starker Dehnung kann sich das Hautgewebe nicht so schnell anpassen und kann dadurch auch einreißen, bzw. das Gewebe wird so sehr gestrafft, dass keine oder nur noch eine ungenügende Durchblutung stattfindet und das betroffene Hautgewebe somit abstirbt und das Schmuckstück somit "herauswächst".
Nachbehandlung deines Piercing´s
Damit Dein Piercing ohne Komplikationen verheilt, empfehlen wir Dir nachstehende Hinweise zu beachten:
Der erfolgreiche Heilungsverlauf erfordert eine genaue Durchführung der Nachsorge - Maßnahmen.
Halten Sie sich bitte genauestens an die Nachsorgeregeln, um lange Freude
an Ihrem Piercing zu haben.
Nach jedem Piercing kann es zu leichteren Blutungen kommen.
Drücken Sie mit einem sauberen Tuch auf das Piercing bis die Blutung steht.
Danach das Piercing wie unten beschrieben behandeln.
Nach jedem Piercing kann eine leichte Rötung und Schwellung vorkommen.
Diese Erscheinungen klingen nach kurzer Zeit ab. Behandeln Sie das Piercing mit kühlen Auflagen, im Mundbereich lutschen Sie Eiswürfel (kein Speiseeis).
Bis zur völligen Abheilung sollten alle Infektionsquellen gemieden werden, auch der Kontakt mit fremden Körperausscheidungen (Speichel, Sperma etc.)
Die Pflege kann durchaus unter der Dusche erfolgen. Achten Sie darauf, dass keine stark parfümierten Seifen, Duschgels, Deodorants etc. in die Wunde kommen.
Kosmetika sind verboten.
Die folgenden Schritte 1 - 4 der Nachsorge führen Sie mindestens 2x täglich durch:
1. Bevor Sie das Piercing berühren, müssen Sie sich jedes Mal die Hände mit
antiseptischer Seife waschen. Sie erhalten diese Seife in der Apotheke.
2. An den Wundrändern und am Schmuckstück bilden sich Krusten aus
Lymphflüssigkeit und Blut.
Verwenden Sie die desinfizierende Lösung (Octenisept) und Q-Tipps.
Reinigen Sie mit Q-Tipps, die Wundränder und das Schmuckstück.
Anschließend geben Sie die desinfizierender Lösung auf die Wundränder und
das Schmuckstück. (Beim Intimpiercing kein Octenisept, nur Kamillosan verwenden)
3. Bewegen Sie das Schmuckstück einige Male im Stichkanal und reinigen wie
oben beschrieben auch die Stellen des Schmuckstückes, die normalerweise
vom Stichkanal bedeckt sind.
4. Bei einem Lippenpiercing müssen Sie den äußeren Teil des Piercing wie ein
normales Hautpiercing versorgen.
Den inneren Schleimhautanteil wie beim Zungenpiercing.
Beachten Sie bei Piercings im Mundbereich
(Zunge, Lippe, Lippenbändchen, Zungenbändchen)
- Milde Mundspülungen nach jedem Essen (auch Kamillentee, Kamillosan).
- Spülen Sie den Mund mit klarem Wasser.
- Verzichten Sie in der Einheilungsphase auf Alkohol, Tabak und Milchprodukte.
- Meiden Sie sehr heiße Getränke, scharfe Speisen, säurehaltige Speisen und
Getränke (Obst, Saft).
- Bei Schwellungen im Mund Eiswürfel lutschen.
Eiswürfel auch aus Salbei und Kamillentee herstellen.
- Keine feuchten Küsse, kein Oralsex in der Abheilungsphase ca. 6-8 Wochen.
- Beim Zungenpiercing kann die Selbstreinigung der Zunge am Gaumen beeinträchtigt sein. - - Säubern Sie daher Ihre Zunge mit einer weichen Zahnbürste regelmäßig.
- Danach ist die Pflege abgeschlossen.
- 10-14 Tage bitte den Besuch im Schwimmbad, Sauna und Solarium vermeiden und
auf lange Bäder verzichten (Infektionsgefahr).
- Das Piercing sollte in den ersten 6 Wochen nicht gewechselt werden, da der
Stichkanal innerhalb von ca. 2 Stunden zuwachsen kann.
- Tragen Sie keine engen Kleidungsstücke während der Abheilungsphase
(Nabel-/Brust-/Haut- und Intimpiercing).
- Metall ist ein guter Kälteleiter. Schützen Sie besonders breitflächigen Piercingschmuck
vor Kälteeinwirkung, da es sonst zu Erfrierungen kommen kann.
- In der Abheilungsphase die je nach Piercing bis zu mehrere Monate dauern kann,
dürfen Sie keine Manipulationen, wie z. B Ketten anhängen vornehmen.
Auch nach der Einheilungsphase kann jede Manipulation zu neuerlichen
Entzündungserscheinungen führen.
Sollte es zu starken Schmerzen, extremen Schwellungen, Rötungen oder anderen Zeichen einer Infektion kommen, die trotz gewissenhafter Pflege nicht abklingen, suchen Sie bitte umgehend das -Studio auf.
Wenn du diese Empfehlungen einhältst, wird dein Piercing problemlos verheilen. Sollten
dennoch Fragen bestehen, wende dich bitte vertrauensvoll an uns. Wir haben unser
Bestes getan und wünschen viel Spaß mit deinem persönlichen Piercing. Bis zum
nächsten Mal.
Noch etwas Wichtiges zum Schluss:
Deine Gesundheit ist uns wichtig. Wir wissen nicht, was du nach dem Verlassen des Studios machst und können schließlich nicht kontrollieren, wie ernst du die Nachbehandlung nimmst. Aus diesem Grund wirst du ganz auf eigene Gefahr hin gepierct. Es kommt immer wieder vor, dass dir Leute, die sozusagen über Nacht Experten geworden sind, Anweisungen ohne vernünftige Grundlagen und Kenntnisse geben, die von unseren Empfehlungen abweichen. Mangelnde Erfahrung, schlechtes Material und unzureichende Technik können die Gründe dafür sein. Von diesen "Möchtegern-Piercern", die nichts mit professionellem Piercern zu tun haben, möchten wir uns distanzieren. Wir verfügen über jahrelange Erfahrung, ausgezeichnetes Material und modernste Sterilisations-Technik. Nur so können wir den Erfolg unserer Arbeit garantieren. Die Ratschläge in diesem Info-Blatt sind das Ergebnis dieser langjähriger Erfahrung und werden erfolgreich praktiziert.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen!
Es werden keine Personen unter 18 Jahren behandelt. Minderjährige können in Anwesenheit mindestens eines Erziehungsberechtigten behandelt werden. Eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten wird nur in Verbindung mit einer Kopie deren gültigen Personalausweises akzeptiert.
Personen, die offensichtlich
unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, werden nicht behandelt.
Der Studio-Inhaber behält sich vor, Personen, deren Haut zum Tätowieren als
ungeeignet erachtet wird, nicht zu behandeln.
Änderungen in Details und Farbgebung von Motiven bleiben vorbehalten.
Bedingt durch individuell unterschiedliche Hauttypen und -strukturen kann die
Farbintensität leicht variieren.
Die Nachbehandlung liegt allein in der Verantwortung des Kunden. Bei
Nichteinhaltung oder mangelhafter Durchführung der Nachbehandlungsempfehlungen
besteht die Möglichkeit der Beschädigung der Tätowierung.
Da die Nachbehandlung sich der Kontrolle unseres Studios entzieht, erfolgt die
Anbringung auf eigene Verantwortung.
Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen wird in diesem Studio ausschließlich
steriles bzw. Einwegmaterial verwendet.